Azzaya, Badmaa, Oyun-Erdene, Uyanga, Uranbileg, Tsegtsegmaa, Meriam, Dariimaa, Khishigbayr, Abdigaji, Nyambayar, Amgalan, Tungaa, Chouka, Naraa, Enkh-Oyen, Erdenegelder, Ocha, Oilka,...
Das sind einige der Namen, die ich mir merken und auch noch den Gesichtern zuordnen muss! Hierbei handelt es sich übrigens um Frauennamen (und meist sogar um Abkürzungen!). Männernamen sind Zorig, Barsbold, Naamzaya, Mandalbayr, Hotbek und Bauerja. Letzterer ein ziemlich guter Sportler. Er hat den Rückwärtssalto innert wenigen Minuten gelernt :)
Andere hatten dabei ein wenig mehr Mühe, aber sehr viel Mut!! Wenn ich denke, dass von meinen SchülerInnen in Bulle nicht eine/r den Mut hatte, den Rückwärtssalto mit Hilfestellung auch nur zu versuchen...
Der Sportunterricht läuft sehr gut. Meine kleinen Spielchen, Aerobic, Saltos und Co. kommen gut an. Und die Nachfrage nach meinem HipHopKurs vom Samstag, 9Uhr war riesig. Über 45 eingeschriebene SchülerInnen!
Doch vorher war noch der Freitag: Unsere UNI veranstaltete eine internationale! Konferenz zum Thema „language, culture and cultural relations“. Und Lucien wurde eingeladen, an dieser internationalen Universitätskonferenz eine „speech“ zu halten. Also habe ich eine kurze Rede zum Bewertungssystem „Deutsch als Fremdsprache“ in Bulle vorbereitet. Um 8Uhr musste ich dann vor Ort sein. Ich bekam ein Namensschild und einen Notizblock :). Und weil ich von 9h30 bis 11h10 Aerobic hatte, wurde ich von der Eröffnungsfeier dispensiert und aufgefordert, umgehend nach meinem Kurs ins Zimmer 219 zu kommen, wo man mich dann zur Präsentation erwarten würde. Eröffnungsfeier war für 9h30 vorgesehen. In Wirklichkeit startete sie um 11Uhr. Und als ich „umgehend“ im Zimmer 219 erschien, war jenes noch verschlossen. Es war noch genügend Zeit, um im Restaurant zu essen, zu Hause einen Kaffee zu trinken und einige Einkäufe zu tätigen. Um 14Uhr begab ich mich dann an die Konferenz und durfte auch bald präsentieren. Von 15 Präsentierenden waren deren drei anwesend. Die freien Bänke wurden gefüllt mit mehr oder weniger freiwillig anwesenden Studis. Während ich relativ frei präsentierte, lasen andere 10 Minuten von ihren Blättern ab, ohne auch nur einmal den Blick zu heben. Zudem konnte man bei einigen auf dem Beamer die ganze „speech“ mitlesen. Weitere Präsentierende erschienen im Verlauf der Präsentationen, verschwanden aber umgehend wieder. Wofür eigentlich präsentieren, wenn die „Fachleute“ ja nicht anwesend sind und sich die Studierenden nicht interessieren?
Lustig war dann der Abschluss. Zwar erschien ich eine Stunde zu spät. (Die startete doch tatsächlich um 18 Uhr, wie angekündigt!) Zum Essen und Tanzen(!) kam ich allerdings gerade recht. Und später gings dann noch in die Disco.
Kaum erschienen, klang aus den Boxen auch schon Bachata und Salsa :)
Anscheinend hatte man meine Musik das letzte Mal von meinem Memorystick kopiert. Auf alle Fälle ist die Begeisterung unter den Junglehrern für Salsa riesig. Für nächsten Mittwoch ist deshalb ein Kurs angesagt. Mal schauen, ob auf die Junglehrer mehr Verlass ist, als auf die HipHopStudis...
Auf die wartete ich heute morgen um 9 Uhr nämlich vergebens. Anwesend war nur Soni, meine Salsapartnerin. (Sie war ein Jahr in der Schweiz und nicht einmal für den Kurs eingeschrieben...)
Nach einigen SMS startete ich den Kurs dann mit 30 Minuten Verspätung und sechs Schülerinnen.
Leider wurden wir dann auch noch von einem Stromausfall überrascht. (Wobei „überrascht“ vielleicht das falsche Wort ist. In letzter Zeit haben wir fast so oft kein Strom wie kein Wasser.... ca. jeden Tag 2 Stunden.)
So viel zu meinem HipHopKurs und dem Zeitmanagement der Mongolen. Vielleicht noch das hier: Für Sonntag ist ein Sportturnier der Deutschfakultät vorgesehen. (Der Stellenwert des Sports ist hier riesengross.) „Naja, weisst du, die Leute haben geschrieben, dass es um 9Uhr beginnt, aber bis alle da sind, ist es sicher 11Uhr. Also müssen wir nicht vor 11Uhr dort sein.“ So eine Lehrkollegin... Auch sie unverbesserlich, trotz mehrmaligem Schweiz- und Deutschlandaufenthalt.
Nächstes Wochenende fahren wir (mit einigen anderen Ausländern) nach Olgy ans Egale-Festival. Darauf freue ich mich besonders.
Und am 24. Oktober werde ich mit grösster Wahrscheinlichkeit für vier Tage nach Berlin fliegen und dort mein Arbeitsvisum (und hoffentlich einiges Sportmaterial) in Empfang nehmen.
Und noch eine Zeitmanagement-Anekdote: Letzten Sonntag habe ich um 14h15 erfahren, dass um 14h30 ein Taxi vorfährt, dass mich aufs Land fährt. Heute finde eben ein Ausflug aller UNI-Lehrer statt. Warum man das nicht wenigstens einen Tag im Voraus erfährt, das weiss auch meine Lehrkollegin nicht. Wie sie auch nicht weiss, wohin der Fluss fliesst, der hier neben der Stadt vorbeifliesst und wo er herkommt, so etwas weiss man nicht. Interessiert wohl auch keinen. Auch braucht ein Mongole auf einer geographischen Karte der Mongolei längere Zeit, um die Hauptstadt zu finden. Man weiss nicht, warum der Strom ständig ausfällt. Und die SuS fragen sich nicht, wo denn eigentlich der Lehrer bleibt, der sie schon seit 30 Minuten unterrichten sollte.
Mir gefällts trotzdem. Ich gebe mein Bestes und die SuS schätzen meine Arbeit sehr. Ok. über den HipHopKurs muss ich mit ihnen nochmals reden...
Sajn suudsh bajgaaraj! (Lebt wohl!)
Lusin
St. Gallen – Regen - 12 Grad... Nein, so hatte ich mir den Sommer meiner Rückkehr in die Schweiz nicht vorgestellt. Eigentlich hatte ich vor, vom Freibad, den Bergen und meinen vermissten Fahrrädern zu profitieren. Das braucht bei dem Wetter aber fast so viel Überwindung wie das Herunterwürgen von Ziegeninnereien in der Mongolei. Im Folgenden also mein vorübergehend letzter Beitrag. Neue Beiträge gibt es erst, wenn es wieder in den Osten geht...
Titelbild
Pferde auf Futtersuche
Samstag, 25. September 2010
Freitag, 17. September 2010
DANKE MAI!
DANKE MAI!
Nun bin ich schon eine Woche in Khovd. Einem stillen ruhigen, fast autolosen Städchen(?) im Westen der Mongolei. Es gibt hier quasi nur Studentenheime, zwei Unigebäude, einen Markt und einige Shops. (Ich frage mich, wo die 30'000 Bewohner alle sind.) Und ich muss sagen, ES GEFÄLLT MIR SUPER HIER! Ich kann hier sogar Geld beziehen, SPESENFREI! Danke Mai! (Mai ist meine Finanzberaterin bei der Postfinance. Ihr, sowie ihrer Firma muss ich hier an dieser Stelle ein Kränzchen winden. Die Postcard lebe hoch!)
In Khovd geht es typisch mongolisch zu und her. Auf dem Markt verkauft man an 30 Marktständen genau das selbe, vor der „Fleischabteilung“ liegen die Füsse, Felle und Köpfe der geschlachteten Tiere, täglich begegnet man einem Betrunkenen, die Eier (wie alles andere) kauft man im Plastiksäckchen, der „Supermarkt“ ist auch am Sonntag bis 22h geöffnet, jede Treppenstufe hat eine andere Höhe und auf den Strassen gibt es weder Kandelaber noch Gullideckel (Entweder merkt man sich die Löcher genau oder man hat eine Stirnlampe.). Man kann hier auch Gurken, Tomaten, Karotten und tonnenweise Wassermelonen kaufen. Allerdings kein Aromat...Wie um alles in der Welt kann man ohne Aromat leben, wenn man sonst schon keine richtigen Gewürze hat...
(An dieser Stelle will ich kurz meine postialische Anschrift anbringen:
Lucien Perrinjaquet – P.O. Box 166 – Khovd 213500 – Mongolia. 1 kg kostet so ungefähr 18.-. Aber bitte nicht nur Aromat, ich vermisse auch Diabetikerschokolade, Käsli, Diabetikerkonfi,...also bitte vorher absprechen.)
In meiner ersten Woche habe ich auch schon einige Sportstunden unterrichtet. Natürlich hatte ich zuerst zugeschaut und den Kulturschock verdaut: 59 Studenten in einer Turnhalle! Zwei Klassenleher, die in der gleichen Turnhalle je 25 SuS unterrichten; und keiner fühlt sich vom Tun und Geschrei der anderen Klasse gestört. Hier spielt ein Team, das sich auf ein Volleyballturnier vorbereitet, auf dem Volleyfeld, während mehr oder weniger auf dem selben Feld andere Schüler eine Art Streetball auf einen Korb spielen. Man regt sich hier nicht auf (Sieht auch keine Gefahren.). OK, man kennt ja auch nichts anderes, hat eben nur disese eine Halle. Und Fehlplanungen führen dazu, dass diese halt mal doppelt besetzt ist, oder dass nur die Hälfte der Studenten hier ist. In letzterem Fall findet der Kurs dann nicht statt und die Schüler „bällelen“ ein bisschen. Dem Lehrer kommt das nur entgegen. Apropos Ball. Es gibt hier 4 Basket-, 6 Volley- und 3 Fussbälle. Basket und Volley sind die bevorzugten Sportarten und jede Studentin und jeder Student trifft den Korb aus jeder x-beliebigen Position! Auch das Volleyniveau ist sehr hoch. Dafür happerts dann, wenn die Schüler die Arme in die beiden entgegengesetzten Richtungen kreisen müssen :)
Geräteraum gibts nicht. Einiges steht in der Turnhalle, anderes, wie zum Beispiel die 8 dünnen Matten, stehen weit weg in einer Abstellkammer und werden sowieso nicht gebraucht.
Ich fasse mal zusammen, wie so eine 90-minütige Sportlektion abläuft:
Die SchülerInnen kommen in die Halle und ziehen sich hier auch um. Es gibt keine Garderoben. Mit 10 Minuten Verspätung kommt dann auch die Lehrperson, wenn sie kommt....wenn nicht, übernimmt halt der Schweizer das Zepter. So werde ich ab und zu mal ins kalte Wasser geworfen, habe mich aber bisher erfolgreich auf mein Improvisationsvermögen verlassen können. Normalerweise beginnt die Stunde dann mit der Durchnummerierung. Die SuS stehen auf einer Linie und alles geht extrem militärisch zu und her. Der Lehrer schikaniert auch gut und gerne mal den einen oder anderen Schüler, as für mich unerklärlichen Gründen. Nach dem Appel und einer Vierteldrehung laufen, äh marschieren alle Studenten in der Turnhalle herum. Der Turnlehrer gibt dabei die Richtungsänderungen an. Jener sitzt am Pult, spielt noch mit dem Handy, ist evtl. schon umgezogen, delegiert allenfalls x-beliebige Schüler zum Tischtennis ab oder schikaniert zu spät gekommene Studenten. Das Einwärmen dauert 30 Minuten und ist der anstrengendste/der einzige anstrengende Teil der Sportlektion. Beim Stretching kann sich der Lehrer dann auch gerne mal mit seinem Körpergewicht auf einen Schüler stemmen, um eine optimale Bewegungsamplitüde zu erzielen.
Nach dem Warmup geht es ans Thema. Davon gibt es nicht viele: Basket, Volley, Leichtathletik (Seilhüpfen), mongolisches Wrestling und Gymnastic (Aerobic). Man muss hier anscheinend unterscheiden zwischen Sportstudenten und normalen Studenten. Alle Studenten müssen hier während den ersten drei Semestern Sportunterricht besuchen. Handelt es sich um eine dieser Sportklassen, wird nach dem Einwärmen während 60 Minuten ein wenig gebällelet. Die SuS können quasi machen, was sie wollen, Volley, Basket, SMSle oder einfach rumsitzen. Der Lehrer verschwinder im Lehrerzimmer. Bei den Sportstudenten werden dann doch die einte oder andere Übung gemacht. Allerdings handelt es sich hier, tagein tagaus um die gleichen Übungen. Es werden keine Übungen variiert, man geht nicht auf gute und schlechte SuS ein. Alle machen das gleiche und sind entweder über- oder unterfordert. Auch hat kein Schüler etwas am Unterricht auszusetzen, die Übung kann noch so lange dauern. Sie machen ihre gewohnten Übungen sogar gerne. Wenn ich einmal eingreife und eine Variation vorschlage, stosse ich meist auf Unverständnis und nur wenige verstehen den Sinn meiner Übungsvariante. Bin ich dann weg, spielen sie sich die Bälle wieder auf ihre gewohnte Art und Weise zu.
Einmal habe ich 60 Minuten Volley unterrichtet. Das war dann so, dass ich zwischen 12 und 24 Studenten hatte. Jene, die Lust hatten auf meine Übungen, machten mit, andere nicht. Der einte sitzt mal ein wenig ab, eine andere schreibt eine SMS,... Leider ist Volley halt auch nicht meine Stärke. Aber Fussball, da habe und werde ich bestimmt einiges bewegen können.
Und heute hatte ich eine (total unvorbereitete) Aerobic-Stunde. Glücklicherweise wohne ich 3 Minuten von der Uni, konnte rasch meine PC holen und eine Aerobic-CD brennen. Die Schüler waren begeistert. Und anschliessend wollten sie unbedingt noch etwas HipHop lernen. Das war ein Erfolg. Zunehmend beginnen mich die SuS auch zu kennen, zu grüssen, lachen etc. Es macht mir wirklich sehr viel Spass.
Habe auch schon in der Deutschfakultät vorbeigeschaut. Das Niveau ist relativ tief, dafür sind die StudentInnen süss :)
Es gibt hier 5 Sportlehrer (die mich im Übrigen sehr nett aufgenommen haben) und jeder ist auf etwas spezialisiert. Und jeder erwartet von mir, dass ich ihm neue Theorien beibringe. Allerdings ist das bei den meisten nur Geplapper: Wenn ich die Klasse jeweils übernehme ,begeben sie sich meist aus der Halle, zum Umziehen, Telefonieren oder was auch immer.
Übrigens hat man für mich extra einen neuen Arbeitstisch gekauft! Und der steht erst noch im Büro des Fachvorstehers! Nur dumm, habe ich für diesen Raum keinen Schlüssel und Barça, der Fachvorsteher ist nicht jeden Tag hier :)
So, das wär vorerst einmal ein Update bezüglich Sportunterricht in Khovd. Es gäbe ja noch soooo viel zu berichten. Aber das soll vorerst reichen. Zu den hier veröffentlichten Fotos werde ich versuchen, auf www.wuala.com noch Fotos zu hinterlegen. Diese könnt ihr euch anschauen und wenn ihr wollt auch herunterladen. BITTE ABER NICHT LÖSCHEN!
Benutzername und Passwort für wuala sind: „lulu-teachinginmongolia“ - „mongolia“. Es sind übrigens die gleichen wie auf Facebook.
So. Ich bedanke mich für die Geduld. Bezüglich Visum gibt es noch keine zufriedenstellende Lösung. Wahrscheinlich muss ich tatsächlich nach Peking reisen. Da mir ein Teil der Reise finanziert würde und es mir hier so gut gefällt, würde ich diese Strapazen auf mich nehmen. Ich liebäugle aber auch mit einem Direktflug nach Berlin. Weil ich dafür kein Visum brauche und weil ich dann in Deutschland meine Koffern mit Sportutensilien füllen könnte. Mal abchecken.
Passt auf euch auf!
Lüss
PS: Buchempfehlung: „Der blaue Himmel“ von Galsan Tschinag
Dienstag, 7. September 2010
DIE WARTEREI NIMMT KEIN ENDE...
| Handörgele im Terelj NP |
Das Warten geht weiter
Liebe Leserinnen und aussen :)
Nun bin ich schon 6 Tage hier in der Mongolei. Inzwischen habe ich mein Turisten(!)Visum um 30 Tage verlängert, schon einige alte (und neue) Freunde besucht und das einte oder andere erlebt.
Bevor ich mich nun morgen um 13h (Wir sind euch übrigens 6h voraus.) auf die über 32-stündige Busfahrt nach Khovd mache, hier ein paar nennenswerte Erlebnisse:
NOCH IMMER KEIN ARBEITSVISUM! Ich bin auch nicht mehr so zuversichtlich, dass ich je eines in meinem Pass stehen habe... Aber es gibt ja noch andere schöne Plätze auf dieser Welt. Ich liebäugle schon mal mit Vietnam, Laos und Indonesien... Habt ihr weiter Vorschläge?
Aber jetzt geht es erst mal nach Khovd. Dort werde ich meine Arbeit aufnehmen und der Uni klar machen, dass es an ihnen liegt, ob ich bleibe oder nicht. Evtl. muss ich das Land verlassen und wieder einreisen, um an meine Arbeitserlaubnis zu kommen. In diesem Fall möchte ich auf dem Landweg nach Kasachstan reisen. Geht das nicht, dann soll die Reise nach China (und das Visum) entweder die Uni bezahlen, oder aber au revoir!
DJ TATANA! Tatsächlich habe ich sie in einer Discothek in UB getroffen. Sie wurde von Mercedes für einen Event am Freitag eingeladen und legte dann am Samstag noch im Metropolise auf. Nicht meine Musik aber cool! Und auf dem Nachhauseweg kommt einem schon mal der einte oder andere betrunkene Mongole entgegen. Das passiert zwar auch tagsüber, aber zu Tageszeiten habe ich noch keinen gesehen, der voller Leidenschaft einen Baum umarmt :)
Am Freitag war die Disco leider schon um 1h aus. Die Polizei kam vorbei und setzte die Polizeistunde an. Da es keine offizielle Polizeistunde gibt, kann man auch nicht wirklich wissen, wann der Tanzabend zu Ende geht. Manchmal gibt es auch nur eine Musikpause und das Licht wird nach einigen Minuten oder einer halben Stunde wieder ausgemacht.
VERKEHR! Eine einzige Katastrophe. Ich bin zu Fuss schneller, als mit dem Bus. Aber Mongolen laufen nicht! Jeder Mongole hat ein Auto, die Strassen sind hoffnungslos überfüllt. 2-spurige Strassen münden in 4-spurige, beide vollgestopft. Und natürlich will da und dort noch einer links abbiegen. Strassen überqueren ist wie Sitzball. Man erwartet jederzeit, dass man noch an der Ferse berührt wird. Aber die Fahrer wollen einem nicht böse. Sie geben alles, aber kurz vor dem Kontakt bremsen sie. Und obwohl es ein ständiges Gehorne ist, regt sich niemand auf. Mongolen regen sich nicht auf, leider.... Dazu ist jede Strasse eine Baustelle. Heute morgen um 1h hat doch tatsächlich einer in einem Graben gestanden und gepickelt. Ohne Licht, ganz alleine!
AKKORDEON! Auf meiner Reise zu altbekannten Freunden im Terelj musste ich zwar schwer schleppen, jedoch war es die Mühe wert. Sogar mongolische Reisegruppen hatten mich eingeladen, vorzuspielen. Ich kann das Träumli und die Autobahn schon bald nicht mehr hören :)
GELD UND HANDY! Im Moment habe ich noch ungefähr 60 Rappen auf meinem PrepayHandy. Das macht mir aber noch kein Bauchweh, schliesslich kostet eine SMS hier ein paar Rappen. Es reicht also noch lange. Die grösste Banknote hat einen Wert von 20'000 Tugrik. Das entspricht ca. 15.- sFr.
Meine Ueberlandbusfahrt kostet gerade mal 38.-
METZGETE! Zufällig wurde ich Zeuge, wie ein Schaf getötet wurde. Die (Klein)Tiere werden in der Mongolei auf den Rücken gelegt, dann wird ihnen der Bauch aufgeschnitten, der Metzger greift durch diese Oeffnung nach der Aorta (?) und reisst diese heraus. Und ich sage euch, entgegen meines letztjährigen Erlebnisses hat das Tier diesmal keinen Ton von sich gegeben. Ein äusserst friedliches Sterben.
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